Initiative zur Erhaltung der Soziologie in Schleswig-Holstein

 

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18. November 2003
IESSH begrüßt die Ausschreibung zur Neubesetzung zweier Soziologie-Professuren an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.

Die Initiative zur Erhaltung der Soziologie in Schleswig-Holstein (IESSH) begrüßt die Ausschreibung zur Neubesetzung zweier Soziologie-Professuren an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Die Ausschreibungen waren in der November-Augabe des DUZ (Das unabhängige Hochschulmagazin) veröffentlicht worden.
Mit der Neubesetzung zweier Professuren ist der Grundstein gelegt zu einer Fortführung der akademischen Gesellschaftsforschung, die in Kiel vor mehr als einem Jahrhundert mit dem Wirken Ferdinand Tönnies begann. Kiel besitzt durch diese Tradition eine besondere Bedeutung in der sozialwissenschaftlichen Landschaft.
Allerdings ist die Ausschreibung der beiden Professuren nur ein Silberstreif am - gesellschaftswissenschaftlichen - Horizont. Erst mit der wirklichen Neubesetzung der ausgeschriebenen Professuren und einer Wiederaufnahme des Hauptfachstudienganges Soziologie ist die universitäre gesellschaftswissenschaftliche Fortentwicklung Schleswig-Holsteins gesichert. Für die Ausbildung zukünftiger Soziologinnen und Soziologen an der Universität zu Kiel wird sich die Initiative zur Erhaltung der Soziologie in Schleswig-Holstein auch in Zukunft einsetzten.
Die Initiative zur Erhaltung der Soziologie in Schleswig-Holstein wurde vor fast vier Jahren von Absolventinnen und Absolventen des Instituts für Soziologie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel mit dem Ziel gegründet, die Schließung eben jenes Instituts zu verhindern. Unterstützung fand dieses Engagement sowohl in zahlreichen Unterzeichnerinnen und Unterzeichnern eines entsprechenden Appells (einsehbar unter www.iessh.de), wie auch bei vielen Organisationen - von der Ferdinand-Tönnies-Gesellschaft bis zu ver.di -, die die Bedeutung dieser Gesellschaftswissenschaft für unser Bundesland zu schätzen wissen.
Die Initiative zur Erhaltung der Soziologie in Schleswig-Holstein dankt allen Unterstützerinnen und Unterstützern für ihr Engagement.

Die Stellenausschreibung im Wortlaut:

In der Philosophischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ist zum Wintersemester 2004/2005 die Stelle einer
C3-Professur für Soziologie
zu besetzen.
Die zu besetzende Professur hat Lehrleistungen in empirisch orientierter Soziologie für die Studiengänge der Philosophischen Fakultät zu erbringen; sie ist institutionell zunächst am Institut für Soziologie der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät angesiedelt.
Erwartet wird der Schwerpunkt Allgemeine Soziologie einschließlich Forschungsmethodik; die Bewerberinnen bzw. Bewerber sollen über Forschungserfahrung in diesem Bereich verfügen. Habilitation oder gleichwertige Qualifikation ist Voraussetzung.

In der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ist zum Wintersemester 2004/2005 die
C4-Professur für Soziologie
wieder zu besetzen.
Die zukünftige Stelleninhaberin bzw. der zukünftige Stelleninhaber soll in der Allgemeinen Soziologie einschließlich empirischer Forschungsmethodik und in wirtschaftsbezogenen speziellen Soziologien wissenschaftlich gearbeitet haben und diese Gebiete an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel in Forschung und Lehre vertreten. Die Bereitschaft zu interfakultärer Zusammenarbeit wird erwartet.
Außerdem wird erwartet, dass Lehrveranstaltungen in englischer Sprache abgehalten werden können. Ausländische Damen und Herren sollten ggf. nach spätestens zwei Jahren in der Lage sein, Vorlesungen auf Deutsch zu halten.
Bewerberinnen und Bewerber müssen durch Habilitation oder vergleichbare wissenschaftliche Leistungen ausgewiesen sein und qualitativ hochwertige Leistungen in Forschung und Lehre nachweisen.

Die Christian-Albrechts-Universität ist bestrebt, den Anteil der Wissenschaftlerinnen zu erhöhen und fordert deshalb entsprechend qualifizierte Frauen nachdrücklich auf, sich zu bewerben.
Die Hochschule setzt sich für die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen ein. Daher werden schwerbehinderte Bewerberinnen/Bewerber bei entsprechender Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen (Lebenslauf, Schriftenverzeichnis, ehrveranstaltungen, Kopien akademischer Zeugnisse unter Angabe der Dienst- und Privatadresse mit Telefonnummer, Faxnummer, E-Mail) sind bis zum 05.Dezember 2003 zu richten an:

C3-Professur für Soziologie:
Dekan der Philosophischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel,
Olshausenstraße 40,24118 Kiel

C4-Professur für Soziologie:
Dekan der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Olshausenstraße 40,24118 Kiel

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