Initiative zur Erhaltung der Soziologie in Schleswig-Holstein

 

-> Unterzeichnung
-> UnterzeichnerInnen
-> Informationen
--> Protestnote
--> Arbeit der IESSH
--> Soziologie in S-H
--> Links
-> InitiatorInnen

 

Mail an die IESSH:
Soziologie
@Stach-Kiel.de

 

Support:
Netzmacherei.de
&
TNG
The Net Generation

 

13. Dezember 2000:
Gespräch mit Angelika Volquartz, MdB

Protokoll zu dem Treffen der IESSH (Bert Stach und Ralf Spickermann) und Frau Angelika Volquartz, MdB (CDU) am 13. Dez. 2000

Am 13. Dezember 2000 fand ein Treffen der IESSH (Ralf Spickermann und Bert Stach) mit der Kieler Bundestagsabgeordneten Angelika Volquartz (CDU) statt.
In der Beurteilung der Bedeutung der Soziologie für die CAU und das Land Schleswig-Holstein herrschte eine Übereinstimmung im Grundsatz: Frau Volquartz sah ebenfalls die Notwendigkeit, den Magister-Hauptfachstudiengang an der CAU zu erhalten und soziologische Kompetenzen in der Entwicklung der Uni (auch in Hinblick auf den Wissenschaftspark) zu fördern.
Frau Volquartz nannte u.a. folgende Problembereiche der schleswig-holsteinischen Hochschullandschaft.
- Die Kapazitäten der Universitäten sind aufgrund einer chronischen Unterfinanzierung überlastet. Die Unis werden als LehrInstitutionen mehr als notwendig beansprucht. Anstatt jedoch die Unis auszubauen, sollten die Kapazitäten der Fachhochschulen ausgebaut werden, da ein Teil der Studierenden an den Universitäten nicht richtig aufgehoben ist, sondern in einem FH-Studium besser aufgehoben wäre, was aus strukturellen Gründen jedoch nicht ausreichend gegeben ist.
- Die Volluniversität droht durch den Strukturplan des Rektorats prinzipiell in S-H abgeschafft zu werden. (Auch, wenn Frau Volquartz diese Entwicklung ablehnt, wird man nach ihrer Einschätzung Orchideenfächer voraussichtlich nicht halten können.)
- Die erhaltene Substanz erleidet weiterhin Einbußen, da noch immer mehrere Millionen DM fehlen, um auch die Gehaltssteigerungen finanzieren zu können.
- Die Möglichkeit zu Einsparungen wird in einigen Bereichen nicht ausgeschöpft. In der Umsetzung sieht sie einen wesentlichen Aspekt der Finanzierung.
Um die Lage der Unis zu verbessern, nannte Frau Volquartz folgende Vorhaben, die die CDU-Landtagsfraktion umsetzt bzw. umsetzen möchte:
- Die CDU sieht einen zusätzlichen Bedarf von 10 Millionen DM an den Hochschulen in S-H allein für das Jahr 2001. Diese Mittel sollen durch Einsparungen in anderen Bereichen freigesetzt werden.
- Frau Volquartz ist der Meinung, dass organisatorische Veränderungen vorgenommen und die einzelnen Unis dementsprechend neu zugeschnitten werden sollten. U.a. sollte die Lehrerausbildung aus Flensburg zurück nach Kiel verlagert werden. Es sollte auch diskutiert werden, ob es zwei Hochschulen mit Medizinstudiengängen geben muss.
- Frau Volquartz will sich in einem Gespräch mit dem Rektor für die Erhaltung des Magister-Hauptfachstudiums Soziologie an der CAU einsetzen. Sie sieht jedoch die Notwendigkeit, dass in dem Institut für Soziologie konkrete Sparpläne entwickelt und zur Diskussion gestellt werden.
Bestand auch eine generelle Übereinstimmung der IESSH mit den Ansichten von Frau Volquartz, haben wir in einigen Punkten andere Ansichten vertreten.
- Es wurden konkrete Einsparpläne im Institut für Soziologie entwickelt, die auch dem Rektorat vorgestellt wurden. Diese fanden jedoch keine Beachtung.
- Es mag sein, dass es in einigen Instituten noch Einsparpotentiale gibt; will man aber innovative Universitäten gestalten, wird man diese auch finanzieren müssen. Qualität kostet. Zumindest in der Umstrukturierungsphase wird man die notwendigen Gelder zur Verfügung stellen müssen.
Abschließend wurde festgehalten, dass wir weiterhin in Kontakt bleiben wollen, um uns über die weitere Entwicklung auszutauschen und um diese gegebenenfalls durch gemeinsame Aktionen mit zu steuern.

<- zurück

Unterzeichnung | UnterzeichnerInnen | Informationen | InitiatorInnen
Impressum